Qualitätsentwicklung und Steuerung

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Arbeitsgrundlage der ganztägig arbeitenden Schule ist ein pädagogisches Konzept mit einer gemeinsamen Vision, das im Sinne der Qualitätsentwicklung kontinuierlich fortgeschrieben und aktualisiert wird. Es enthält Darlegungen zu den einzelnen Qualitätsbereichen. Die Schulleitung hat die Verantwortung für den Prozess und dessen Steuerung.

Checkliste Qualitätsentwicklung und Steuerung

 

Zur Überprüfung der Situation an Ihrer Schule können Sie die "Checkliste Qualitätsentwicklung und Steuerung" nutzen. Anhand der aufgeführten Qualitätskriterien ist eine Bewertung möglich.

Schulleitungen sind die Schaltzentralen schulischer Entwicklungsprozesse. Sie haben die Gesamtverantwortung über die Qualitätsentwicklung und müssen diese steuern. Dabei haben sie neben der Entwicklung des Lernens auch die Personal- sowie Organisationsentwicklung im Auge zu behalten. Es ist von elementarer Bedeutung, dass Schulleitungen die Entwicklung der ganztägig arbeitenden Schule als zentralen Baustein der Schulprogrammarbeit verstehen. Dazu entwirft das Schulteam eine gemeinsame Vision einer guten ganztägig arbeitenden und zukunftsorientierten Schule, die Grundlage für das pädagogische Konzept ist.

Gemäß der Verwaltungsvorschrift „Ganztägiges Lernen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern“ [1] wird ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das inhaltliche und organisatorische Festlegungen zur Ausgestaltung des ganztägigen Lernens trifft. Es soll zum Beispiel Aussagen über eine veränderte Unterrichtsorganisation entsprechend den Bedürfnissen der Schüler*innen beinhalten und auf Förder- und Differenzierungskonzepte, eine gesunde und wertorientierte Lebensweise, die Befähigung zur Mitgestaltung einer demokratischen Kultur und gelebter gesellschaftlicher Vielfalt sowie zur Öffnung der Schule eingehen. Das pädagogische Konzept wird im Sinne einer qualitativen Schulentwicklung regelmäßig von der Steuergruppe der Schule evaluiert.

Grundlegend für das Gelingen von erfolgreichen Schulentwicklungsprozessen ist die Haltung der Schulleitung. Sie sollte geprägt sein von Innovationsbereitschaft, einer kooperativ-delegativen Führungstätigkeit und Engagement. Eine gute Schulleitung hat neben der pädagogischen Leitung, der Personalführung und dem Schulmanagement auch die Unterstützung qualitätsfördernder Strukturen im Blick. Dazu nutzt sie die Potentiale des Kollegiums und teilt Führungs- und Entwicklungsaufgaben unter den Mitarbeitenden auf. Die Herausforderungen einer guten ganztägig arbeitenden Schule im 21. Jahrhundert sind sehr vielfältig und können nicht allein gelöst werden [2].

In diesem Zuge wurde an vielen Schulen der Aufgabenbereich einer Ganztagskoordination geschaffen. Während die Schulleitung für das pädagogische Konzept und die übergreifende Steuerung verantwortlich ist, liegt die alltägliche Organisation, die Koordination der Unterricht ergänzenden Angebote sowie die Initiierung und Pflege von außerschulischen Kooperationen in den Händen der Kooperationsbeauftragten bzw. der Ganztagskoordination. Sie unterstützt die Schulleitung bei der Umsetzung des pädagogischen Konzepts. Schulleitung und Ganztagskoordination arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen.

Außerdem sollte die Schulleitung darauf achten, Möglichkeiten der konzeptionellen Verbindung zwischen Unterricht und Unterricht ergänzenden Angeboten zu schaffen und diese in das pädagogische Konzept sowie die schulinternen Konzepte und Lehrpläne aufzunehmen.

Unterstützung in ihren qualitativen Entwicklungsprozessen erhalten ganztägig arbeitende Schulen durch ihr Engagement in Schulnetzwerken. In diesen Netzwerken gilt die Prämisse “voneinander lernen”. Erfahrungen, Stolpersteine und Gelingensbedingungen anderer Schulen können so für die Qualitätsentwicklung vor Ort genutzt werden.

Quellennachweise

 

[1] Vgl. Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (2018): Ganztägiges Lernen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 28. März 2018.

[2] Vgl. Rahm, S. (2017): Die Zukunft der Schulentwicklung – Abschied von traditioneller Kultur, in: Burow, O.-A. & Gallenkamp, C. (2017): Bildung 2030. Sieben Trends, die Schule revolutionieren. Weinheim, S. 130ff.

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