Ansprechpartner: Till Hennings (Bildungsreferent)
Vorbemerkung: Die Module können auch einzeln gebucht oder kombiniert werden (z.B. als Studientag). Eine individuelle Anpassung an die lokalen und schulischen Gegebenheiten ist nach Absprache möglich.
Modul 1: Einführung und historische Verortung
Zunächst erfolgt die Vorstellung der bildungspolitischen Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Die Jugendlichen erhalten eine systematische historische Einordnung der regionalen Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Hierbei stehen die Opfer des Nationalsozialismus sowie das Schicksal der Zivilbevölkerung im Fokus der Reflexion.
Modul 2: Regionale Spurensuche – Kriegsgräberstätte vor Ort (Teil 1)
Die lokale Kriegsgräberstätte wird als historisches Zeugnis gemeinsam erforscht. Mittels originaler Gräberlisten vollziehen die Teilnehmenden eine eigenständige biographische Recherche. Diese Quellenarbeit ermöglicht es, abstrakte historische Daten in konkrete menschliche Schicksale zu übersetzen.
Modul 3: Regionale Spurensuche – Kriegsgräberstätte vor Ort (Teil 2)
Die in der vorherigen Einheit erarbeiteten Ergebnisse werden direkt auf der Kriegsgräberstätte vorgestellt und vertieft. Im Rahmen kurzer biographischer Vorträge ordnen die Jugendlichen die Schicksale historisch ein. Im Anschluss erfolgt optional ein Pflegeeinsatz auf der Anlage. Hinweis: Für diesen Teilbereich wird die Bereitstellung von einfachen Gartengeräten benötigt.
Modul 4: Fach-Workshop „Jugend im Nationalsozialismus“
Dieses Modul analysiert die gezielte Beeinflussung und Vereinnahmung junger Menschen durch die nationalsozialistische Ideologie. Die Rollenstrukturen innerhalb der Hitlerjugend (HJ) und des Bundes Deutscher Mädel (BDM) werden kritisch untersucht. Zeitzeugenberichte dienen hierbei als historische Zeugnisse, um die vielfältigen Lebenswirklichkeit der Jugendlichen rekonstruieren.
Modul 5: Fach-Workshop „Euthanasie im regionalen Kontext“
Die Teilnehmenden werden systematisch an die wissenschaftlichen, juristischen und ideologischen Grundlagen der NS-Krankenmorde herangeführt. Anhand von Originaldokumenten, darunter Krankenakten und historische Gerichtsbeschlüsse, rekonstruieren die Jugendlichen die konkreten Schicksale von Euthanasie-Opfern im Raum Schwerin und Mecklenburg.
Modul 6: Fach-Workshop „Flucht, Vertreibung und Verschleppung“
Zum Kriegsende wurde die Region zum Endpunkt für Geflüchtete aus den Ostgebieten, KZ-Überlebende, Zwangsarbeitende, Kriegsgefangene und Evakuierte. Der Workshop erforscht die kausalen historischen Zusammenhänge dieser Bewegungen. Die Jugendlichen erarbeiten Biographien von betroffenen Personen, die auf den lokalen Begräbnisstätten ihre letzte Ruhe fanden.
Rhythmus: Zweiwöchentliche Durchführung.
Flexibilität: Die Module lassen sich flexibel einzeln buchen, kombinieren (etwa für einen Studientag) und individuell an Ihre Schule sowie örtliche Gegebenheiten anpassen.
Eine Exkursion auf eine lokale Kriegsgräberstätte (meist fußläufig erreichbar) ist Teil des Vollprogramms.
Im Schulgebäude wird ein normaler Klassenraum benötigt (Smartboard). Weitere Materialien werden gestellt.
Teilnehmerzahl: 10-30 Personen.
Europaschule Rövershagen
GSZ Wittenburg
Sportgymnasium Neubrandenburg
STS Lurup, Hamburg
VHS Schwerin, VHS Landkreis Rostock, VHS NWM
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Walther-Rathenau-Straße 2a
19055 Schwerin